Archive for März, 2011

„Für immer unbewohnbar…“

Dienstag, März 29th, 2011

Ich muss sagen, ich bin extrem erstaunt, wie differenziert gestern in den RTL2-Nachrichten über die Plutonium-Funde in Fukushima berichtet wurde. Auf die ursprüngliche Aussage, die Gegend sei dadurch für immer verstrahlt und unbewohnbar, wurde zumindest einer meiner beiden Einwände umgehend relativiert. Und zwar vom Greenpeace-Mann Christoph von Lieven, der in einem Ausschnitt gezeigt wurde, in dem er dies richtig stellte: „In ein paar Millionen Jahren kann man das Gebiet wahrscheinlich wieder gefahrlos betreten. Aber eben in ein paar Millionen Jahren.“

Der andere Einwand, dass sich die Unbewohnbarkeit nur auf  höhere Lebewesen, nicht aber zwangsläufig auf Mikroorganismen oder Kakerlaken bezieht, wurde allerdings nicht richtig gestellt. Dieses humanozentrische Weltbild ist wirklich kaum zu fassen.

Fakt ist allerdings, ein Besuch im Katastrophengebiet wird für alle RTL2-Zuschauer wohl nur unter konsequenter Missachtung der eigenen Gesundheit möglich sein. Falls das mit dieser „überspitzten“ Darstellung („für immer“) ausgedrückt werden sollte, sei die Wortwahl ob der Auswahl der gezeigten Interviewausschnitte verziehen.

Kommentatoren

Mittwoch, März 23rd, 2011

Interessanter als die Nachrichten selbst finde ich sehr häufig die Kommentare in den angeschlossenen bald schon obligatorischen Foren. Da wird häufig vielschichtiger und differenzierter kommentiert, als der Beitrag informiert. Mal abgesehen davon, dass scheinbar auch gründlicher recherchiert wird.

Aber einige Kommentare strotzen auch vor Unwissenheit und Ignoranz. Wenn ich lese, dass es in Deutschland keine durch AKW-Unfälle ausgelöste Kotamination gibt, regt mich das auf. Gut, offensichtlich kein Fan von bayrischen Wildschweinen. Im nächsten Atemzug aber die Möglichkeit eines GAUs in Europa zu leugnen, wo wir gerade 2006 nur um ein paar Minuten eine schwedische Kernschmelze verpasst haben, dazu muss man schon erstaunlich uninformiert sein.

Geschlampt.

Dienstag, März 22nd, 2011

Tja, liebe Presse, mit der Formulierung Atomkraftwerkbetreiber „schlampte“ habt ihr ja mal wieder den Vogel der objektiven Berichterstattung abgeschossen. Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis diese Meldung auftaucht. Ich schätze allerdings, wir Menschen brauchen solche Meldungen, damit wir überhaupt noch schlafen können, bei all den Risiken, die wir täglich eingehen (müssen). Es gaukelt uns vor, dass wir bloß besser aufpassen müssen und so vor ähnlichen Auswirkungen verschont bleiben. Es gibt uns dieses Maß an Kontrolle zurück, das wir benötigen, um den Umgang mit dem Risiko überhaupt rechtfertigen zu können.

Wer stellt in Zweifel, dass sich für jede von Menschen gemachte Katastrophe – oder auch nur für die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die Menschen – „Schuldige“ finden lassen, die ex post alles gewusst haben (könnten)? Mal abgesehen davon, dass man hinterher immer ein wenig schlauer ist als vorher – so funktioniert lernen übrigens ganz grundsätzlich – glaubt wirklich nur ein vernünftiger Mensch daran, dass es ähnliches bei anderen Betreibern nicht gibt? Die japanische Regierung wusste davon und hat 3 Monate Zeit zur Abstellung der Mängel gegeben. Insofern ist es – völlig unabhängig von den technischen Zusammenhängen zwischen den Mängeln und der heutigen Situation – aus meiner Sicht abwegig, hier davon zu sprechen, dass es sich um die sichersten Kraftwerke der Welt handelt. Egal ob in Japan, Deutschland, in USA oder Frankreich. Habe ich die Zusammenhänge falsch verstanden, oder ist nicht eben genau die Zuverlässigkeit des Kühlsystems die Krux bei der ganzen Atomkraft? Und man kann auch nicht mal eben ein AKW abschalten und dann braucht man das Kühlsystem nicht mehr, oder? Es benötigt u.U. mehrere Jahre, bis die Brennstäbe ohne Kühlsystem keinen unmittelbaren Schaden mehr anrichten können, oder?

Bei Wikipedia habe ich allerdings aufgeschnappt, dass zumindest die deutschen AKW’s immer wieder mit ungeplanten Revisionen überaschen. Wird hier die Sicherheit zu ernst genommen oder ist bloß die Zuverlässigkeit der Systeme so gering?

Wer jetzt allen Ernstes meint, dass ja die Untersuchung der Ereignisse weitere Schwachstellen in den Sicherheitskonzepten aufwerfen wird und zukünftig (!) gebaute AKW’s aus dieser Erfahrung heraus sicherer werden, der hat damit recht! Allerdings nimmt er auch bewusst in Kauf, dass irgendein anderer, nicht anzunehmender Unfall einen weiteren Landstrich unseres Planeten auf unbestimmte Zeit nahezu unbewohnbar macht. Das ist dann eben der Preis, den eine Gesellschaft für Ihren Hunger auf „saubere“ Energie zahlen muss. Den zahlen vermutlich allerdings hunderte nachfolgende Generationen für vielleicht 3 bis maximal 5 Generationen, die diese Technik überhaupt nutzen wollen und werden (Uranvorkommen gehen zur Neige, Fortschritt erschließt neue Energiequellen).

Mit der selben Argumentation könnte man die Entwicklung der modernen Transportsysteme, insbesondere der Luftfahrt verteufeln. Wo wären wir ohne diese? Sicherlich wäre eine so radikaleund rasche Globalisierung der Märkte ohne diese nicht möglich gewesen. Das bedeutet, es wäre durch die Bank weg wirtschaftlicher, Waren vor Ort zu produzieren, als sie zweimal um den Globus zu schicken (was übrigens außerdem die Umwelt belastet). Damit wären natürlich die Gewinne schmaler – insbesondere von global orientierten Unternehmen, die es in dieser Hinsicht ja gar nicht geben würde. Was wäre das für eine Welt, in der ein Mann seine Familie von seiner Hände Arbeit ernähren könnte? Sicherlich eine, in der nicht jeder Schüler ein halbes Jahr in Australien verbringen kann, zweimal im Jahr Urlaub am Ballermann gemacht wird, …

Atomkraft – Risiko im Griff!?

Donnerstag, März 17th, 2011

Wenn ich Äußerungen lese wie: „Die deutschen Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt und werden nun noch sicherer gemacht“, die Volker Kauder [Bundestagsrede am 17.03.2011] zugeschrieben wird, dann frage ich mich als Sicherheitstechniker:

Wie sicher muss eine Technologie sein, damit man sie verantwortungsbewusst einsetzen kann?

Alle Expertenmeinungen liegen meist auf dem vollen Spektrum der Möglichkeiten, soll heißen, zu jedem Thema lässt sich ein Experte finden, der sogar schlüssig entgegen der Lehrmeinung argumentieren kann, auf den aber erst gehört wird, wenn denn tatsächlich mal praktisch ein Fall eintritt, den er theoretisch aufgeführt hat.

Vor der (Un-)Sicherheit bezüglich Erdbeben wurde also von einem Experten schon 2008 gewarnt [WikiLeaks]. Wie ignorant kann eine Gesellschaft bzw. können deren Vertreter sein? Fakt ist, eine Einzelmeinung gilt nicht, denn Warnungen über die Gefahren der Atomkraft gibt es auch in Deutschland ausreichende, trotzdem wird munter weiter gespalten. Und das ist – grundsätzlich – auch richtig, denn niemals können alle Bedenken restlos ausgeräumt werden. Mindestens einer wird immer zweifeln.

Komme ich mal auf die Basis, was als gesichert angesehen werden kann:

  • Eine absolute Sicherheit gibt es nicht.
  • Alles was passieren kann, wird früher oder später passieren.
  • Wo Menschen arbeiten, können Fehler gemacht werden. Systeme, die von Menschen erdacht werden, können somit im Zweifelsfall auch nur als „fehlerbehaftet“ angesehen werden.
  • Menschen sind unberechenbar – die Natur erst recht.

Und nun zum „klassischen“ Risikobegriff: Riskio = Eintritswahrscheinlichkeit x Schadensausmaß

Eine Eintrittswahrscheinlichkeit lässt sich für so ziemlich alles mathematisch ziemlich exakt bestimmen. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit „Null“ theoretisch nicht denkbar. Selbst den höchst unwahrscheinlichen Fall, dass heute Nachmittag Außerirdische unsere politische Führung entführen und diese geläutert und mit Lösungen für alle Probleme der Welt zurückkehrt, können wir nicht mit absoluter Sicherheit (die es laut Prämisse s.o. ja nicht gibt) ausschließen. Ergo gibt es eine berechenbare Eintrittswahrscheinlichkeit.

Das Schadensausmaß ist ebenfalls schwer quantifizierbar, da hier unterschiedliche Wertesysteme eine Rolle spielen. Geld, Menschenleben, Umweltfaktoren, … Konzentriert man sich da auf einen einzigen, stößt man unweigerlich auf die Frage, welchen Geldwert ein Menschenleben hat oder wie viele Menschenleben man pro m³ sauberen Trinkwassers gegenrechnen würde. Letztlich bleibt aber bei jedem Ereignis, dass irgendetwas bewirkt, eine Auswirkung, die in der einen oder anderen Sichtweise einen „Schaden“ darstellt.

Tatsache ist, solange beides nachweislich über Null liegt, bleibt auch das berüchtigte „Restrisiko“.

Ob ein Restrisiko als vertretbar angesehen wird, liegt dabei aber nicht nur an der reinen „Zahlengröße“. Als Beispiel sollen hier etwa die Verkehrstoten zählen, deren Zahl in den bislang etwa 50 Jahren Atomkraft selbst die großzügigste Schätzung der direkten und indirekten Toten und Verletzten/Erkrankten des Tschernobyl-Gaus (sogar unter Einschluss der Verdachtsfälle von Einwohnern etc. anderer Kerntechnsicher Anlagen) weit übersteigt. Trotzdem setzen wir uns mit einem Gefühl der Unverwundbarkeit Tag für Tag hinter das Steuer unseres Autos oder gehen zumindest aus dem Haus und überqueren zu Fuß die Straße. Hier sprechen wir unserem eigenen Verhalten einen Einfluss auf das Ausgehen der angestrebten Situation zu. Grundsätzlich richtig, aber mathematisch gesehen bleibt jede Straßenüberquerung potentiell tödlich. Youtube ist voll mit Unfallaufnahmen, in denen ein unbeteiligter Passant nur knapp einem heranschießendem Auto entgangen ist.

Also wo liegt der Unterschied? Wir Menschen beherrschen weder das Autofahren, noch die Kernspaltung. Wer eines von beidem behauptet, der macht sich in meinen Augen unglaubwürdig. Es ist nicht so, dass sich nicht nach jeder Katastrophe eine Ursache ermitteln lässt. Nur leider hilft das nicht dabei, die Katastrophe ungeschehen zu machen. Auch wenn ich hinterher weiß, dass meine Bremsleuchte kaputt war und deswegen der Hintermann aufgefahren ist, schützt mich das nicht davor, erneut einen Unfall zu haben, weil ein anderer Verkehrsteilnehmer eine rote Ampel übersehen hat. Ja, genau, zwei Fehler, die nicht vorkommen dürfen, dies aber täglich hundertfach tun. Was ist mit den Fehlern, die in Atomkraftwerken nicht vorkommen dürfen? Halten diese sich an das „Wir müssen draußen bleiben“-Schild am Eingang? In meiner Berufspraxis erlebe ich immer wieder aufs neue, wie in Teams mit 5-15 Experten Gefährdungsbeurteilungen erarbeitet werden, bei denen am Ende vielleicht die Putzfrau beim Tafelwischen eine Schwachstelle feststellt. Gnade uns Gott, wenn die Putzfrau bei der Planung der AKW’s aus Kosteneinsparungsgründen nur kroatisch lesen kann.

Und was bei der aktuellen „Diskussion“ mal wieder völlig außer Acht gelassen wird ist die Fragestellung zur Entsorgung und „dauerhaft“ sicheren Einlagerung. Die Mär von „sicheren“ Endlagern kann wohl kaum noch aufrecht gehalten werden, wo doch erwiesenermaßen noch nicht einmal eine sichere Zwischenlagerung für nur eine Generation gewährleistet werden kann. Ja sicher, da ist auch wieder etwas falsch gelaufen, aber auch wieder etwas, was entweder kein Experte bedacht hat oder was eben als „zu unwahrscheinlich“ klassifiziert und gemeinschaftlich ignoriert wurde.

Da muten Fragestellungen der Befürworter „Wenn jetzt alle AKW’s zurückgebaut werden, wohin dann mit dem ganzen verstrahlten Bauteilen“ wirklich witzig an, denn der während des Betriebes viel stärker strahlende Einsatzstoff kann in Ihren Augen ja sicher endgelagert werden. Es kommt noch erschwerend hinzu, dass die meisten (deutschen) AKW’s ohnehin schon fast das Lebensende ihrer 40-jährigen Laufzeit erreicht haben. Allein das lässt an der Aktualität der Technik der deutschen Kratfwerke zweifeln, denn verschiedene Baugruppen, wie z.B. der Reaktorbehälter, der Sicherheitsbehälter, die Außenkuppel etc. lassen sich nicht mal so leicht – genau genommen gar nicht – gegen eine dem „Stand der Wissenschaft und Technik“ entsprechende Version austauschen. Da werden dann konstruktive und bauliche Mängel, die im Laufe der Zeit entdeckt werden, durch zusätzliche Sensoren, Sicherheitsschaltungen oder schlimmstenfalls Arbeitsanweisungen zu kompensieren versucht.

Und auch die belächelte Frage nach der „Atombombensicherheit“ der AKW’s muss angesichts der aktuellen (Bedrohungs-)Lage und Erkenntnisse erneut überdacht werden, scheinen doch Atombomben im Vergleich zu havarierten Kraftwerken verhältnismäßig wenig Schaden anzurichten.

Wer nun immer noch die „Kosten“ ins Rennen schickt, den bitte ich zunächst einmal eine um die steuerfinanzierten Beiträge zu Bau und Entsorgung sowie Rückbau bereinigte Aufstellung zu liefern, aus der der imense Kostenvorteil gegenüber herkömmlichen und regenerativen Energien (ebenso bereinigt) hervorgeht. Und ganz so alternativlos wie dargestellt ist der satte 20%-Beitrag der deutschen AKW’s zum Gesamtbedarf wohl auch nicht, könnte man allein durch den Einsatz efizientere Technik und konsequentes Stromsparen recht leicht genau diese 20% einsparen.

Hoffnung macht mir an dieser Stelle, dass nun selbst die Chinesen ihre Atompläne zumindest offiziell überdenken. Bei den Amerikanern habe ich daran ja nie wirklich geglaubt. Wer hier erneut die deutsche Vorreiterrolle beklagt, dem sei mit George Bernard Shaw begegnet, der dereinst von sich gab:

„Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien.“

Es bleibt die Frage offen, wie groß ein „Restrisiko“ sein darf und warum ein Super-Gau alle 25 Jahre (hier sei mal der Sicherheitsgewinn durch Erfahrung und forschreitende Technik der Einfachheit halber proportional zum Anstieg der Anzahl der Reaktoren) schlimmer sein soll als die täglich tausenden von Verkehrsunfällen.

Xing etc.

Dienstag, März 8th, 2011

Tja, eine neue Bewerbungswelle rollt…

Spannend, dass da gleich die Google-Suche-Meldungen in meinem Xing-Account in die Höhe schnellen. Die eigentliche Frage lautet jetzt doch: Ist man mit oder ohne besser dran?

Jedenfalls bin ich schon fast begeistert, dass sich mal jemand mit meinem Profil auseinandersetzt und die Möglichkeiten der modernen Informationsverarbeitung nutzt. Alles in allem kommt es aber vermutlich tatsächlich darauf an, ob man ehrlich zu sich selbst ist.

Bei einer Bewerbung habe ich auf die Frage nach der Motivation für den Wechsel geradezu eine Utopie eines Unternehmens  gezeichnet, in dem menschlich miteinander umgegangen wird und vor allem der dem Unternehmen dienliche Zweck der Antrieb zu jeder Handlung ist, und keine Systembefriedigung. Ob es das gibt? Keine Ahnung. Ob sowas langfristig erfolgreich sein kann? Mit den richtigen Mitarbeitern, bei denen nicht Profilierungswünsche an erster Stelle kommen, sondern der Wunsch nach einem soliden, gesicherten Einkommen und der Spaß an der Zusammenarbeit mit netten, freundlichen Kollegen, denke ich, sollte dies so sein.

Warten wir mal ab, was da noch kommt…

Allgemeines Gleichstellungsgesetz

Dienstag, März 1st, 2011

Jetzt ist es raus: Frauen und Männer sind gleicher!

Trotz statistischer Belegbarkeit müssen Frauen und Männer zu gleichen Tarifen versichert werden. Der EuGH bestätigt, dass es sich bei Tarifen, die auf der Auswertung der vorliegenden nachweisbaren Daten beruht, um „Diskriminierung“ handelt.

Die Ausnahmen des Gesetzes träfen nich auf die Versicherungswirtschaft zu.

Konsequenterweise müsste dann die Rabattstaffel für KFZ-Versicherungen auch gekippt werden. Oder die Risikoeinstufung je nach Wohngebiet für die Hausrat. Überhaupt ist dann die Zuordnung und Nutzung von Risikogruppen fraglich. Gesundheitschecks sind reine Schikane. Bloß weil ich rauche wie ein Schlot und Alkohol und Drogen konsumiere wie Wasser und Brot, darf ich doch nicht diskriminiert werden.

Und wo wir schon von Gleichbehandlung reden: Es sollte endlich verboten werden, dass Frauen ungewollt schwanger werden. Männern kann das schließlich nicht passieren! Ebenso fordere ich eine „Männerquote“ für das Lehramt Primarstufe, Pflegedienste, Reinigungsfirmen, Kindergärten …

T-Mobile ist jetzt Telekom

Dienstag, März 1st, 2011

Nachdem ich diese Meldung entdeckt hatte, hätte mir schon klar sein können, dass das nichts positives ausdrücken soll…

Vor 15 Jahren habe ich vom damaligen Freund der Schwester des Ex meiner Schwester ein Handy inklusive T-D1 Prepaid Sim-Karte übernommen. Ich hab’s nicht wirklich gebraucht, allerdings habe ich die Nummer natürlich unters Volk gebracht und kann sie mir inzwischen auch ganz gut merken. Also will ich sie jetzt auch behalten.

Vor ein paar Tagen habe ich mir bei Ebay ein Android-Smartphone geschossen, weil die Ladebuchse meines Nokia 6300 leider kaputt ist und ich den Akku nicht mehr geladen bekomme. Angefixt von den Möglichkeiten habe ich einen Anbieter mit bezahlbarer Handy-Surf-Flat gesucht und mich für Fyve entschlossen. Also nur noch die Nummer übernehmen, dann kann’s losgehen.

Ab zum T-Punkt, Situation schildern. Antwort: Ohne die Unterschrift des Vorbesitzers kann ich nichts machen! Auch mein Bekunden, dass dadurch ein Kunde verloren ginge, dass ein Vertragsverhältnis wieder zwischen den tatsächlichen Parteien stattfinden würde und anderes halfen nicht. Leicht enttäuscht zog ich von dannen.

Zwei Tage später versuchte ich es in einem anderen T-Punkt erneut, und Herr Müller (er heißt tatsächlich so) war auch direkt in der Lage, meine Wünsche zu erfüllen. Beim vorherigen Vertragspartner trug er einfach händisch „unbekannt“ ein und faxte das Ganze für mich an die zuständige Abteilung.

Jetzt bin ich zufrieden und gleichzeitig erschreckt über die schwankende Servicequalität beim ehemaligen Staatskonzern.