Was möchter der geneigte Anwalt damit sagen?
In diesem Artikel wird darüber berichtet, dass eine Verurteilung zur Zahlung von Schadensersatz, weil die Deutsche Bank ihrer Beratungspflicht nicht ausreichend nachgegangen ist, den Signalwert in ähnlichen gleich gearteten Klagen haben würde, wodurch die Banken dann natürlich kräftig zur Kasse gebeten würden.
Allerdings sehe ich das Versäumnis bei der Abwägung der Konsequenzen seiner Handlung hier weniger bei dem Adressaten der Nachricht, nämlich dem urteilenden Richter, sondern eher auf Seiten der Banken, die hier offenbar aus Profitgier ihren Kunden Geschäfte angeboten haben, welche diese nicht nur nicht durchschauen konnten, sondern die noch dazu ausgerechnet den vermittelnden Banken unabhängig vom Ausgang für den Kunden einen beinahe unanständig hohen Anteilan Geld einbringen.
Hier die Verantwortung für das eigene Handeln derartig von sich zu weisen, ist dem Image der Deutschen Bank sicherlich nicht zuträglich. Persönlich würde ich mich von dem Anwalt ungern ein zweites Mal vertreten lassen.
Dieses Beispiel zeigt aber auch noch ein weiteres Phänomen, nämlich wie hochgradig subjektiv unsere Medien berichten. In der Anhörung sind sicherlich noch etliche weitere Äußerungen gefallen, aber diese schlagzeilenträchtige schafft es als einzige auf den Titel. Hier lässt sich der Eindruck einer politischen Meinungsmache durch scheinbare Objektivität mittels der Kunst des selektiven Weglassens nicht gänzlich ausmerzen.