Logistik-Dienstleister Nr. 1

Also wenn DHL meint, sie wären Logistik-Profis, dann würde ich gerne mal erklärt bekommen, wie es eine logistische Profihandlung sein kann, wenn ein Paket, was nicht in die defekte Packstation eingeliefert werden kann, planmäßig ganze 19 Stunden benötigt, um den Luftlinie etwa 8 m entfernten Lagerraum der benachbarten Postfiliale zu erreichen.

Hochgerechnet auf die Entfernung Hamburg-München (ca. 800km) würde die Laufzeit eines Paketes 1,9 Millionen Stunden betragen, was in etwa 217 Jahren entspricht. Scheinbar schlägt hier auch bei DHL die Jack-Daniels-Philosophie durch: „Manchmal ist es das Beste, einfach gar nichts zu tun!“

Nachtrag:

Eine ganze Woche später habe ich nach dreimaliger Nachfrage drei Anrufe von der 01803 365365 bekommen, die ich aber leider nicht annehmen konnte. Irgendwann habe ich dann überlegt, doch mal dort anzurufen. Es ist ein Packstatio-Callcenter. Interessant fand ich die Nachricht, die mir nicht per SMS oder Email zugestellt werden konnt: „Wir müssen jetzt davon ausgehen, dass ihr Paket verloren gegangen ist. Bitte wenden Sie Sich an den Absender, damit der einen Nachforschungsantrag stellt.“

Mehrere Fragen dazu:

– Ist diese Nachricht erfahrungsgemäß so traumatisch, dass der Normalkunde im Anschluss professionelle psychologische Betreuung benötigt? Warum habe ich dann keine Telefonseelsorge erfahren?

– Hat DHL nicht die Kontaktdaten des Versenders, um diesem selber mitzuteilen, dass sie ihren Auftrag nicht ausführen konnten?

Und zu dem Thema den Absender kontaktieren: Das letzte Mal, als ich dies zu dieser Sendung tat,  hat der mir in eine Mail den Text kopiert, der auf der Seite angezeigt wurde, über die ich Kontakt aufgenommen habe. Der Service-Center des Absenders strotzt also auch nicht gerade von Kompetenz.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.