Motivation auf Management

Also zunächst: Der Inhalt eines Blogs ist gleich in mehrfacher Hinsicht Sprengstoff. Insbesondere unter dem Anspruch, kritisch zu sein. Ich komme deshalb darauf, weil ich politische Äußerungen zu meinem Momentanen Auftraggeber machen möchte, die einem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber, der schon bei oberflächlicher Recherche auf diesen Blog stoßen wird, davon Abschrecken könnte, sich so einen „Nestbeschmutzer“ ins Haus zu holen.

Wer sich von Arbeitgeberseite hier wiedererkennt: Nehmt einen anderen, ich bin kein guter Speichellecker!

Worauf ich hinaus will: Letzte Woche wurde ein Mitarbeiter des Werkes verwiesen, der eine Absperrung nicht angebracht hat. Konsequenz eben. Ob der Mitarbeiter sich darüber bewusst war oder nicht – egal. Ob der Auftraggebende Betrieb überhaupt weiß, dass der Mitarbeiter gegen eine Hauptregel verstoßen hat – egal.

Heute ging es dann um die Empfindlichkeit von Meßeinrchtungen an Rohrleitungen. Als Beispiel wurde eine Geschichte erzählt, in der ein Mitarbeiter versehentlich eine Messeinrichtung beschädigte und sein Ungeschick sogleich dem Betrieb meldete, der daraufhin alle Maßnahmen zum sicheren Weiterbetrieb eingeleitet hat. Der anwesende Vertreter des oberen Managements stellte die Frage, ob dieser Mitarbeiter nach dem Ereignis weiter für das Unternehmen tätig war – und hat damit jede Chance darauf zunichte gemacht, dass einer der Anwesenden jemals wieder ein Mißgeschick seinerseits öffentlich macht.

Stellt man den Mitarbeiter vor die Wahl, ein Missgeschick, was weitreichende Folgen haben könnte, zu melden und damit schlimmeres zu vermeiden – dafür aber den Job zu verlieren – oder aber das zu verschweigen, schlimme Dinge geschehen zu lassen und dass im Nachhinein seine (Nicht-)Beteiligung an dem ganzen festgestellt wird – so dass er dafür seinen Job verliert…

Und jetzt die Preisfrage: Wofür wird der Mitarbeiter sich in einer solch offenen, fehlertoleranten Struktur entscheiden?

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.