… vergeben göttlich!
Insofern ist es beruhigend zu erfahren, dass Unternehmensleitungen äußerst menschlich handeln – oder wenigstens sehr ungöttlich, wenn es diesen Begriff überhaupt gibt.
Habe eben ein Update bekommen, was die Rolle des Managements angeht. Nicht die Unternehmensleitung entscheidet, wer hier geht, sondern allein der Mitarbeiter, der ein Fehlverhalten begeht und einsieht. Wobei ich nicht weiß, was schwerer wiegt: Das Begehen oder das Einsehen.
Tatsächlich fühlt sich das Management hier wohl als Opfer der Inkompetenz der Handwerker. Wenn diese sich doch einfach an die Regeln halten würden, dann wäre man nicht gezwungen, sie vor sich selbst zu schützen und sie des Werkes zu verweisen. Woraufhin sie dann auf Baustellen geschickt werden, wo nicht so viele auf sie aufpassen, um dort ungestört mit ihrem Fehlverhalten fortfahren zu können.
Soziale Verantwortung sieht in meiner Welt irgendwie anders aus. Auch Respekt, der hier als Grundwert auf diversen Papieren steht. Respekt den Handwerkern gegenüber, die hier Tag für Tag für immer weniger Geld die Anlagen am Laufen halten, aus deren Betrieb die Manager ihre Familien ernähren. Aber auch Respekt der eigenen Organisation gegenüber, deren selbst geschaffene Strukturen per Order-de-Mufti ad absurdum geführt werden, womit man ja nicht nur die Organisation als solche in Frae stellt, sondern auch den Mitarbeitern vor den Kopf schlägt, die sich ausgibig und keinesfalls leichtfertig mit einem sehr unliebsamen Thema beschäftigt haben.
Wenn man also als Management die Entscheidung eines eigens für diese Art von Entscheidungen eingesetzten Gremiums überstimmt, dann <ironie an> finde ich es tatsächlich nicht fair, wenn man auf der anderen Seite für diese Entscheidung verantwortlich gemacht wird und als Bumann dasteht. </ironie aus>