Ich bin zu so einem Manager geworden, die ich so verabscheue. Die alle Hebel in Bewegung setzen, ihren Besuchern ein möglichst perfektes Bild zu liefern, anstatt sich nicht verunsichern zu lassen und einfach im Tagesgeschäft fortzufahren und die Schwachpunkte offen zu zeigen, um diese dann verbessern zu können.
Aber wenn ein Berater als Hilfe angesehen werden möchte, und nicht als Belastung, müsste er seine Empfehlungen dann nicht auch als Ratschlag verkaufen und die Entscheidung darüber seinem Kunden überlassen? Hier kommen allerdings nur Befehle an, deren Nichtbefolgung mit penetrantem Nerven bestraft wird.
Was mich zum Kern meiner Ausführungen führt: Welche Charakterwerte bringen einen dazu, die eigenen Ansichten losgelöst von den Rahmenbedingungen als einzig richtige anzusehen!? Ist es mangelnde Demut? Ich meine, ich wurde so erzogen und habe das auch immer wieder erfahren, dass ich vielleicht nicht alle Details überblicke, die für eine vollständige und richtige Einschätzung einer Situation bestimmend sind. Gibt es Menschen, die das können? Oder gibt es nur Menschen, die entweder nie verstehen, dass es so ist oder ihre eigene Unfähigkeit erfolgreich ausblenden. Ich meine, wer bin ich, dass ich anderen vorschreiben kann, was richtig und was falsch ist? Habe ich die Verantwortung dafür und muss ich auch die Konsequenzen tragen, dann habe ich sicherlich ein gewisses Recht, meine Meinung als Wahrheit zu vertreten, aber wenn andere die Konsequenzen tragen, darf ich dann deren Erfahrungen und Bewertungen ignorieren?
Jeder Mensch hat eine Weltsicht, und wenn wir uns in groben Zügen auch (fast) alle einig sind Schwerkraft existiert und lässt die Dinge herunterfallen so ist es im Detail oft eine Frage des Standpunktes oder Blickwinkels so stimmt selbst der sehr lange Konsens über die Schwerkraft nicht im Space-Shuttle im Einsatz.
Ich weiß, ohne Konvention über die Realität wäre kein praktisches Leben möglich und wir sollten die Gegebenheiten, die sich im Alltag bestätigt haben, auch als verbindlich akzeptieren, aber wo endet Pragmatismus und beginnt Engstirnigkeit?