Tja, wer hätte das gedacht? Da geht man zur Armee, und irgendwann wird man in einen Kampfeinsatz geschickt. Wer hätte jetzt ernsthaft damit rechnen können? Und wer von den Befehlsgebern, allen voran unsere Oberbefehlshaberin Angela, hätte damit rechnen können, dass im Krieg gestorben wird?
Und am überaschensten ist, dass dabei auch Verbündete getötet werden, und das auch noch von den eigenen Leuten. Wenn ich mich recht erinnere, dann sind im 1. Irak-Krieg mehr Amerikaner durch „Friendly Fire“ getötet worden als durch den Gegner.
Nicht, dass ich nicht mit den betroffenen fühle und mich das grundsätzlich bedrückt, dass Menschen töten und getötet werden. Aber das ist nunmal das Risiko, was jeder Beteiligte ganz bewusst eingegangen ist. Der Bundeswehrsoldat, der sich hat verpflichten lassen, der afghanische Soldat, der seine Familie verteidigen will, der General, der die Truppen befehleigt und nicht zuletzt unsere Bundeskanzlerin und alle anderen Politiker, die einem Einsatz in Afghanistan zugestimmt haben. Und die, die ohnehin immer dagegen waren, haben auch keine passenden Alternativen vorgelegt, die in unserem demokratischen System eine Mehrheit gefunden hätte.